10 historische Ereignisse auf facebook.
30. August 2010
Ich stehe ja nicht so auf facebook (obwohl ich einen schmählich vernachlässigten Account besitze). Das ganze Ding ist mir irgendwie suspekt. Trotzdem kicherte ich mich gerade unter den Tisch, als ich auf dem Blog von Scott Wozniak folgende Spielerei fand: “If Historical Events Had Facebook Statuses”. Vom Aussterben der Dinosaurier über den Sündenfall im Paradies und das Lincoln-Attentat bis zum Untergang der Titanic sind hier 10 historische Ereignisse “facebooked”. Mein Favorit ist ja die Kakerlake, die dem Asteroiden quasi den Stinkefinger zeigt - aber hier wird jeder seinen Liebling finden *gg*:



Was du nicht willst, das man dir tu …
24. August 2010
… das füg auch keinem and’ren zu!
Schreckliche Brisanz erhält diese so harmlos klingende Redensart im Zusammenhang mit Gewalt. Besonders eindringlich zeigt das eine Ambient-Kampagne gegen den Irak-Krieg. Die mehrfach preisgekrönten Motive stammen aus Feder und Köpfchen der New Yorker Werbeagentur Big Ant International im Auftrag der Global Coalition For Peace.
Der Clou: Im flach ausgebreiteten Zustand (oberes Bild) zeigt das Motiv nichts weiter als einen Soldaten, der mit einem Gewehr sein Ziel anpeilt. Um eine Litfasssäule geklebt (unten), sieht das schon ganz anders aus …

(gefunden auf www.hookedonads.com im Artikel “What Goes Around - Comes Around”)
Bücher für Kranke. Weil sie gut tun.
18. August 2010
Manche Menschen bewegen mit ihrer täglichen Arbeit so richtig was. HilliKnixiBix (das ist ihr Twittername) zum Beispiel, die als Sonderpädagogin in einer so genannten Schule für Kranke arbeitet. Eine Schule ist das, in der Kinder und Jugendliche untergebracht sind, die stationäre Betreuung brauchen und trotzdem lernen wollen-sollen-müssen. Suizidgefährdete junge Menschen sind dort, Autisten, Depressive, Magersüchtige, Schizophrene, potenzielle Amokläufer, Vernachlässigte, schwere ADHS-Fälle. Die in einer “normalen” Schule nicht gut aufgehoben wären, weil sie engmaschige medizinisch-psychologische Betreuung brauchen. Sie sind eben nicht “normal”, wenn auch manchmal geradezu erstaunlich.
Zum Gesund- und “Normal”werden gehört auch, dass diese jungen Menschen Zugang zu Literatur bekommen. Den Rest des Beitrags lesen »
Rotstift im Schilderwald.
12. August 2010
Vor Urzeiten schrub ich bei der Textguerilla einen Artikel über das Ärgernis “Rechtschreibfehler auf Straßenschildern”. Ich gab darin zu, dass ich selten ohne roten edding aus dem Haus gehe, um bei öffentlichen Orthographie-Unfällen direkt Erste Hilfe leisten zu können. Nennen Sie es ruhig “Verschandelung des Stadtbildes” oder “Spar-Graffitti für frustrierte Lektoren” - bei mir läuft es unter “Dienst an der orthographiefernen Menschheit”. Außerdem würde ich auf der Stelle ein Magengeschwür kriegen, wenn ich nicht … so weit, so gut.
Heute nun stieß ich auf zwei Gleichgesinnte: Jeff Deck und Benjamin D. Herson. Die zwei US-amerikanischen Rechtschreibfanatiker hatten - gerade so wie ich - die Nase voll von Buchstabendrehern in Ortsnamen, Falschschreibung italienischer Delikatessen auf Restauranttafeln und Werbeschild-Peinlichkeiten. Also gingen sie auf Korrektur-Tournee. Radierten, überklebten, strichen durch und platzierten Klebebuchstaben. Sie taten dies zweieinhalb Monate lang quer durchs Land. Natürlich zückten sie Tipp-Ex & Co. nicht ohne die Einwilligung der Schildverantwortlichen (jedenfalls fast nie), und natürlich waren nicht alle davon so begeistert wie ich. Aber hey, egal: geile Aktion! Finde ich.
Ach so, fast vergessen: Ein Buch haben sie übrigens auch darüber geschrieben. “The Great Typo Hunt”. Muss ich natürlich haben, klaro.
(Vielen Dank übrigens an den formidablen @doppelfish, durch dessen Tweet ich heute diesen Artikel fand.)
Bleistiftspitzen mal anders.
5. August 2010
Wahnsinn, was manche Menschen können. Unvorstellbar für eine Grobmotorikerin wie mich, aus einer Bleistiftmine derartige Kunststücke zu schaffen!
Dalton Ghetti heißt der brasilianische Tischler, der Bleistiftschnitzerei zur Kunstform erhoben hat. Er tut es mit einer ungeheuren Akribie und geradezu unmenschlichem Feingefühl. Die Ergebnisse: filigrane Meisterwerke in Graphit. I’m on my knees.
(gefunden bei Ortwin Oberhauser)
Ich glaub, ich steh’ im … Bücherwald.
4. August 2010
Äh? Ui! Huch! Hä? Naja. Boah!
Das und Ähnliches ging mir mir beim Vorbeisurfen an diesem Projekt bei lilligreen.de durch den Kopf. Ein “Bücherwald” in Quebec, Kanada? Was zum Teufel sollte ich mir darunter vorstellen? Es war dann doch nicht das, was ich gedacht hatte. Eigentlich würde der Begriff “Waldbibliothek” für diese Installation besser passen. Denn hier haben die beiden Künstler Thilo Folkerts (Landschaftsarchitektur) und Rodney Latourelle im Rahmen eines Gartenfestivals schlicht aus alten Büchern Teile einer Bibliothek gebaut. Dass die aufgestapelten Alt-Werke mit der Zeit zerfallen werden, nehmen sie in Kauf. Vergänglichkeit eben.
(Foto: Thilo Folkerts)



